Wissenswertes über Chrysanthemen
 Ursprünglich stammt die Chrysantheme aus China und wurde erstmalig in den Schriften des Konfuzius erwähnt. Dort symbolisiert die kugelköpfige, farbenprächtige Blume den Herbst, eine lange Lebensdauer sowie auch Heiterkeit in allen Lebenslagen. Die Pflanze wurde vermutlich im 8. Jahrhundert nach Japan gebracht. Dort erfreut sie sich als Nationalblume und Glückssymbol bis heute großer Beliebtheit und ist auch im Wappen der Kaiserfamilie zu finden.
In beiden Ländern bringt man die schnellwachsenden Sorten gern durch regelmäßigen Schnitt in alle nur denkbaren Formen wie etwa Tierfiguren, Drachen oder Pagoden. Zur Blütezeit im Herbst werden diese Skulpturen auf Ausstellungen und Festen gezeigt und bestaunt.
Die Pflanze wird aber nicht nur wegen ihrer Form- und Farbenvielfalt so hoch geschätzt, man schreibt ihr auch eine Menge von Heilwirkungen zu. Daher und wegen ihres hervorragenden Geschmacks werden Tees und Weine aus Chrysanthemen gern getrunken. Blüten und Blätter werden auch als Speisedekoration sowie in Salaten verwendet. Hierzu werden übrigens eigens Speise-Chrysanthemen gezüchtet, die sich auch in heimischen Gärten gut heranziehen lassen. Richten Sie aber niemals Salate mit Blättern oder Blüten aus Blumenläden an, da diese mit hoher Wahrscheinlichkeit chemisch behandelt worden sind.
Ihren Weg nach Europa fand die Chrysantheme im 19. Jahrhundert. Der Botaniker Robert Fortune brachte auf dem Seeweg eine Reihe von Sorten im Auftrag der Royal Horticultural Society von China nach England. Bis heute hat ihre Beliebtheit als Schnitt-, Topf- und Gartenpflanze nicht nachgelassen. Mittlerweile gibt es unzählige Sorten in allen möglichen Farb- und Formvariationen - nur eine davon ist die wild wachsende Margerite. Unserem kalten Winter hält allerdings nur die Winteraster stand. |